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Selbstständig machen

Bild: pixabay.com

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist eine der wichtigsten und teilweise auch schwierigsten Entscheidungen, die man im Laufe seines Lebens und in seiner Karriere treffen kann. Gründe, weshalb der Schritt in die Selbstständigkeit vollzogen wird können ganz unterschiedlich sein. Die einen Gründer möchten mehr persönliche Freiheit im beruflichen Kontext bekommen. Die nächsten Gründer möchten schlicht ihr eigener Herr werden und keine Weisungen mehr von vermeintlichen Vorgesetzten annehmen.

Wieder andere Gründer, möchten sich einfach neue Aufgabenschwerpunkte erarbeiten, die sie in einem Anstellungsverhältnis so nicht umsetzen könnten. Doch eine genaue Vorbereitung und Planung, um teure Fallstricke hierbei zu vermeiden, sind wichtig. Denn einmal angerichtete Fehler können in diesem Kontext nicht mehr so leicht korrigiert werden. Ein detaillierter Businessplan der die kommenden Jahre durchplant und alle Facetten des Geschäftsvorhabens beinhaltet ist jedoch außerordentlich wichtig, um auch erfolgreich auf dem Markt zu sein.

Die richtige Planung

Über eines sollte sich jeder Gründer im Klaren sein. So ein Gründungsvorhaben ist zeitintensiv. Von schnellen Errungenschaften oder dem Traum binnen 2 Tagen Millionär zu werden, wird beinahe jeder Gründer dann so schnell nicht mehr träumen, wenn die Realität eintrifft. Gründer müssen sich in Geduld und langen Arbeitstagen üben, um wirklich einen nachhaltigen Markterfolg zu erzielen. Kontinuität und Verlässlichkeit und Überzeugungskraft sind Facetten, die ein Gründer dringend mitbringen sollte, um langfristig am Markt zu sein.

Grundsätzlich sollte man in diesem Bereich auch eher langfristig planen und zuweilen nicht davon ausgehen, dass am Ende des Jahres eine schwarze Null vor dem Betriebsendergebnis steht. Auch wenn Sie eine geniale Idee haben, wird der Erfolg nicht über Nacht auf Sie zukommen.

Gewinne und Verluste

Erfahrungsgemäß kalkuliert man deshalb für das erste Geschäftsjahr ein defizitäres Ergebnis ein. Im 2. Geschäftsjahr sollte man von dem Erreichen des Break-Even Points ausgehen und ab dem 3. Geschäftsjahr ein positives Betriebsergebnis aufweisen. Diese Kalkulationsgrundlage ist im Normalfall Standard. Kalkulieren Sie deshalb insbesondere für die ersten Jahre und vor allem die ersten Monate finanzielle Reserven ein, um Engpässe zu überstehen, denn nicht eingeplante Ausgaben können immer wieder entstehen.

Investitionen müssen einkalkuliert werden

Eine gute Investition gilt schon immer als halbe Miete. Doch müssen die Investitionen durchgeplant sein und auch Hand und Fuß haben. Kalkulieren Sie vor allem finanzielle Puffer ein, die dabei helfen eine Notreserve aufzubauen, die in ganz schlechten Zeiten sehr wichtig werden kann. Machen Sie sich eine genaue Übersicht darüber, welche genauen Kosten auf Sie zukommen können, um auch bereits im Vorfeld die Kostenblöcke für eventuelle Werbekosten, Warenlager oder auch Entwicklungskosten überprüfen zu können.

Das eigene Gehalt

Das Gehalt, das man sich als Selbstständiger auszahlen kann, muss ebenso gut durch kalkuliert sein. Es muss zum Leben ausreichen, um keine privaten Zahlungsschwierigkeiten zu erhalten. Machen Sie nicht den Fehler und kalkulieren hier am unteren Ende bzw. zu knapp. Das kann schnell der Anfang vom Ende sein und birgt Problematiken, wenn auf einmal in der persönlichen Familienkasse nicht mehr genügend Geld vorhanden ist.

Gründer sollten unbedingt eine ganz klare Orientierung an dem bisherigen Gehalt vornehmen. Beachten Sie dabei, dass Sie alle anfallenden eigenen Kosten abdecken müssen. Lassen hierbei keine Lücken entstehen, die Sie später gegebenenfalls bereuen könnten. Um eine genaue Berechnung auch unter der Maßgabe der Sozialabgaben in Österreich berechnen zu können, nutzen Sie doch einfach den Brutto-Netto Rechner. Hier erfahren Sie welchen tatsächlichen monatlichen Betrag Sie benötigen.

Die grundlegende Arbeitsintensität

Insbesondere am Anfang der Selbstständigkeit müssen Gründer eine 40 Stunden plus Woche einplanen. Wobei 40 Stunden die Woche eher der untere Rand ist. Im Normalfall werden wahrscheinlich eher 60 Stunden in der Woche gearbeitet. Unterschätzen Sie hierbei die anfallende Arbeitsleistung nicht.

Wo hole ich mir die beste Starthilfe?

Gründer sind nicht immer umfassend im administrativen Bereich geschult. Viele Gründer können den Umfang der Schwierigkeit des Businessplans nicht vollumfänglich einschätzen. Holen Sie sich Hilfe diesbezüglich durchaus Hilfe. Unternehmensberater oder auch Steuerberater bieten hierbei ihre Hilfe an, die sie nutzen können. Partizipieren Sie von den Erfahrungen der Experten und ziehen Sie hierbei ihre Vorteile. Die Wirtschaftskammer Österreich bietet hierbei unterschiedliche Möglichkeiten, um sich weitere Informationen zu holen. Informationen finden Sie hier auf wko.at.

Zusammenfassung

Der Gründungsprozess für das eigene Start-up Unternehmen ist eines der wichtigsten Entscheidungen im Leben. Doch bevor man sich in dieses Wagnis stürzt, sollte man wirklich detailliert nachprüfen, wie die Entscheidungsgrundlage aussieht. Ein detaillierter Businessplan bildet eine wichtige Grundlage, um das Existenzgründungsvorhaben auch nachhaltig aufzubauen. Eine gute Vorbereitung und Recherche der Gründung sind wichtig und sollte nicht unterschätzt werden. Gründer unterschätzen auch immer wieder den persönlichen Faktor.

Die familiäre Situation ist wichtig, denn Unterstützung ist insbesondere im Privatbereich wichtig. Die Gründung wird für jeden Gründer so viel Zeit und Kapazitäten in Anspruch nehmen, sodass Familienstreitigkeiten oder eine zerrüttete Beziehung einfach zu viel Zeit und Kapazitäten in Anspruch nehmen. Prinzipiell gilt, dass alles was vom beruflichen Erfolg ablenkt insbesondere in der Gründungsphase, vermieden werden sollte.